Lissabon an einem Tag klingt nach wenig Zeit, reicht aber für die schönsten Ecken von Alfama. Wir zeigen dir vier Sehenswürdigkeiten, die du bequem zu Fuß schaffst. Dazu bekommst du unsere ehrlichen Tipps zu Wartezeiten, Aussicht und einem Fehler, den du dir sparen kannst.
Lohnt sich Lissabon an einem Tag überhaupt?
Ja, ein Tag in Lissabon lohnt sich, wenn du dich auf ein Viertel konzentrierst. Alfama bietet auf engem Raum Burg, Aussicht und Geschichte. So siehst du viel, ohne in Hektik zu verfallen.
Für uns war Lissabon nur ein Zwischenstopp. Unsere Reise ging weiter nach Porto und danach zum Surfen nach Ericeira. Deshalb hatten wir bewusst nur eine Übernachtung und einen Tag für die Hauptstadt eingeplant. Genau deshalb haben wir unser Hotel mit Bedacht gewählt. Wir wollten in kurzer Zeit möglichst viel sehen, ohne lange Wege. Ein zentraler Standort in Alfama war dafür der Schlüssel.
Warum Alfama das perfekte Viertel für einen Tag ist
Unser Hotel lag im angesagten Viertel Alfama, dem ältesten Teil der Stadt. Es liegt direkt unterhalb des Castelo de São Jorge. Schon von hier oben hattest du eine schöne Aussicht über Lissabon. Der große Vorteil war die kurze Distanz. Alle vier Sehenswürdigkeiten waren zu Fuß gut erreichbar. Wer nur einen Tag Zeit hat, spart so wertvolle Zeit für Wege und Verkehr.
Lissabon zu Fuß: Unterschätze die Hügel nicht
Zu Fuß heißt in Lissabon aber etwas anderes als in den meisten Städten. Die Entfernungen sind zwar kurz, doch Alfama ist komplett auf Hügel gebaut. Es geht ständig steil bergauf oder wieder bergab. So steil, dass meine alten Sandalen mitten im Sightseeing einfach aufgegeben haben. Sie sind kaputtgegangen, und ich musste mir spontan neue kaufen. Unser wichtigster Tipp lautet deshalb: Zieh in Lissabon feste Schuhe an.
Welche Sehenswürdigkeiten schaffst du an einem Tag in Alfama?
An einem Tag schaffst du in Alfama vier echte Highlights zu Fuß. Dazu gehören das Castelo de São Jorge, der Miradouro de Santa Luzia, der Elevador de Santa Justa und das Convento do Carmo. Wir stellen dir jeden Ort mit einem konkreten Tipp vor.
Doch schon am Abend der Ankunft ging es los. Weil unser Viertel weit oben lag, haben wir die Gegend gleich erkundet. Dabei kamen wir spontan an mehreren Aussichtspunkten vorbei, den sogenannten Miradouros. Von dort haben wir den Sonnenuntergang über der Stadt genossen. Das war ein schöner erster Eindruck und ein Vorgeschmack auf den nächsten Morgen. So startet dein Tag in Lissabon entspannt statt gehetzt.






Castelo de São Jorge: der beste Start in den Tag
Am nächsten Morgen ging es dann richtig los. Unser erster Stopp war das Castelo de São Jorge, direkt über unserem Hotel. Die Aussicht von dort oben ist wirklich beeindruckend.
Du hast einen Rundumblick über ganz Lissabon bis hinunter zum Fluss. Auf dem Gelände gibt es außerdem ein kleines Museum, ein paar Shops und, etwas überraschend, frei laufende Pfauen. Für uns ist das Castelo de São Jorge ein absolutes Muss in Lissabon.
Ein wichtiger Tipp betrifft die Uhrzeit. Wir waren morgens um zehn dort und kamen ohne Wartezeit direkt an den Ticketschalter. Als wir mittags wieder gingen, war die Schlange riesig. Geh also entweder früh, oder kauf deine Tickets vorher online. So verlierst du keine kostbare Zeit deines einen Tages. Gerade bei nur einem Tag zählt jede Minute.
Miradouro de Santa Luzia: der Postkartenblick über Alfama
Weiter ging es zum Miradouro de Santa Luzia. Diese Aussichtsterrasse liegt nur rund 300 Meter vom Castelo entfernt. Hier war deutlich mehr los als auf der Burg.
Der Miradouro de Santa Luzia ist ein echter Hotspot für Fotos. Die mit bemalten Kacheln verzierte Terrasse bietet einen tollen Blick über die Dächer von Alfama. Kein Wunder also, dass sich hier viele Besucher drängen. Rund um Alfama gibt es aber unzählige dieser Aussichtsterrassen. Wir sind immer wieder zufällig an welchen vorbeigekommen und haben sie für kleine Pausen genutzt. Wenn du nur die Aussicht suchst, brauchst du dafür nicht einmal ein Ticket.
Elevador de Santa Justa: schön, aber mit Tücken
Unser dritter Stopp sollte der Elevador de Santa Justa werden. Das ist ein historischer Aufzug aus Eisen von 1902. Er verbindet die tiefer gelegene Innenstadt mit dem höher gelegenen Viertel am Convento do Carmo. Von seiner Plattform hast du einen tollen Blick über die Dächer. Bei uns war der Aufzug allerdings außer Betrieb. Da hatten wir uns vorher wohl nicht gut genug informiert.
Unser Tipp aus dieser Erfahrung ist einfach. Prüfe vor deinem Besuch kurz online, ob der Aufzug gerade fährt. So vermeidest du einen unnötigen Umweg an deinem knappen Tag.
Convento do Carmo: unser heimliches Highlight
Auf dem Weg dorthin kamen wir kurz an der Rua Augusta vorbei, einer belebten Fußgängerzone. Wir haben sie uns nur schnell angeschaut. Dann liefen wir weiter zu unserem letzten Ziel, dem Convento do Carmo. Von außen wirkt das Convento do Carmo fast unscheinbar. Man ahnt von der Straße nicht, was einen drinnen erwartet. Genau deshalb waren im Inneren auch nur wenige Touristen.
Und das ist wirklich schade, denn dieser Ort ist etwas ganz Besonderes. Beim großen Erdbeben von 1755 wurde die Kirche zerstört und ist bis heute ohne Dach. Du stehst also mitten in einer alten gotischen Kirche, und über dir liegt nur der offene Himmel. Diese Stimmung hat uns von allen vier Orten am meisten überrascht. Das Convento do Carmo war für uns das heimliche Highlight des Tages. Geh dort also unbedingt hinein.


Was lohnt sich in Alfama noch nebenbei?
Neben den vier Hauptzielen lohnt sich ein spontaner Abstecher zum Fluss. Vom Convento do Carmo führt die Rua Augusta hinunter zum Praça do Comércio. Der Weg dauert nur wenige Minuten und belohnt dich mit einem tollen Schlussbild.
Nach dem Convento hat es uns nämlich noch einmal zur Rua Augusta gezogen. Auf dem Rückweg liefen wir kurzerhand die ganze Straße hinunter, vorbei am prächtigen Triumphbogen. Am Ende standen wir auf dem Praça do Comércio, einem riesigen Platz direkt am Wasser.
Praça do Comércio: der perfekte Abschluss am Tejo
Auf dem Platz findest du den großen Schriftzug Lisbon, ein perfektes Fotomotiv. Nur ein paar Meter weiter liegt eine Kaianlage mit Blick auf den Fluss Tejo. Von dort siehst du die große rote Brücke, die ein bisschen an die Golden Gate Bridge erinnert.
Damit hatten wir unseren Tag in Lissabon perfekt abgerundet. Vier Sehenswürdigkeiten, alle zu Fuß, an einem einzigen Tag. Und weil die Gegend voller kleiner Restaurants steckt, haben wir zwischendurch auch richtig gut gegessen.
Unser Fazit: Lohnt sich Lissabon an einem Tag?
Unser Fazit fällt klar aus: Ein Tag in Lissabon lohnt sich, wenn du dich auf Alfama konzentrierst. Du erlebst Burg, Aussicht und Geschichte auf kurzen Wegen. Für einen Zwischenstopp ist das die perfekte Mischung.
Wenn wir wählen müssten, wäre das Convento do Carmo unser persönliches Highlight. Das Castelo de São Jorge überzeugt mit der besten Aussicht. Der Elevador de Santa Justa dagegen ist verzichtbar, vor allem bei langen Schlangen.
Für uns ging die Reise danach weiter. Wenn du selbst nach Portugal reist, findest du bei uns auch die Fortsetzung. Schau dir als Nächstes unsere Beiträge zu Porto und zum Surfen in Ericeira an.

Ich bin Marie und schreibe hier über unsere Ausflüge und Reiseziele. Ich liebe es, neue Orte zu entdecken und meine Erfahrungen und Tipps mit dir zu teilen. Mein Ziel ist es, dich für deine nächste Reise zu inspirieren und dir zu helfen, die besten Aktivitäten und Sehenswürdigkeiten zu finden.





